Nele Neuhaus:  Wer Wind sät

Nele Neuhaus weiß um die Gefahr, dass Folgebücher an den großen Erfolgen von gestern gemessen werden. Deshalb fügt sie ihren Büchern mit "Wer Wind sät" nicht einfach ein weiteres hinzu, sondern ändert ein wenig ihr literarisches Konzept. Ich bin gespannt was die Fans dazu sagen. Für mich war auch dieses Buch wieder ein Krimi vom Feinsten.

Viele aktuelle Umweltthemen mischt die Autorin mit dem Tod eines Nachtwächters. Diesmal kommt sogar Berlin mit ins Spiel und Frau Kirchhoff bekommt männliche Unterstützung.

Nachdem auch noch ein Mitglied des Bürgerbündnisses Windpark Taunus ermordet wird, gibt Nele Neuhaus Gas. Es gilt keine Zeit zu verlieren. Schnell wird klar es geht um Grundstücksverkäufe und um Millionen von Euros, was gilt da schon ein Menschenleben.

Es ist wieder einmal die Art, in der die Autorin vom Leser Besitz ergreift. Die Geschichten, die sie schreibt sind eigentlich nicht überwältigend neu. Irgendwo gab es alles schon einmal, aber Nele Neuhaus ist eben eine brilliante Erzählerin, der man sich nicht entziehen kann.

Dieses Buch ist den vier anderen Neuhausbüchern zumindest ebenbürtig!

 

Ullstein Verlag, ISBN 978-3-548-28351-7, Preis 14, 99 Euro

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