Ulrich Buchner:  Wenn Irre Irrenärzte werden

Vielleicht nicht ganz zu Unrecht wird häufig scherzhaft gesagt, es gehöre inzwischen zum guten Ton alle paar Jahre eine Psychotherapie zu machen oder doch zumindest einmal pro Woche mit seinem Therapeuten zu telefonieren. Kein anderes Volk braucht so viele Therapeuten und Psychotherapien.

Buchner ist nun angetreten um das System mit all seinen unverständlichen Begrifflichkeiten, den vielen unverständlichen Therapieformen und Methoden in Frage zu stellen. Er meint sogar, dass dieser für den Normalmenschen schwer durchschaubarer Wulst gewollt ist.

"Somit haben die Berufsgruppen der Psychotherapeuten ein Interesse daran, ihr "Herrschaftswissen" für sich zu behalten. Den Klienten von Anfang an kleinzuhalten macht dies leichter."

Der Autor klärt auf. Vielerlei Therapieformen stellt er vor, spricht oft von der Beziehung zwischen Therapeut und Patient und kritisiert die Therapeuten häufig, begründet jedoch seine Kritik ausführlich und nachvollziehbar.

Um den Weg am Psychotherapeuten herum zu schaffen, empfiehlt Ulrich Buchner seinem Leser, auf seine ganz persönliche Lebenseinstellung zu schauen. "Psychischen Hausputz" nennt er dies und empfiehlt den unnötigen Ballast einfach über Bord zu werfen.

Mit großem Interesse habe ich dieses Buch gelesen. Es muss auch dringend auch von Therapeuten und Klienten gelesen werden!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-570-06695- 0, Preis 16, 99 Euro

 

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