Roberto Ampuero:  Tod in der Atacama

In Chile wird der Deutsche Willi Balsen tot aufgefunden. War es ein Raubmord, denn er hatte mehrere Millionen Pesos dabei? Balsen wurde noch in der DDR geboren, war Anfang der 80er Jahre in Libyen und Ägypten, um dort sozialistische Aufbauhilfe zu leisten, gleich nach dem Fall der Mauer '89 ging er in eine westliche Hilfsorganisation und baute nun Brunnen und Bewässerungssysteme für die Atacamenos, die Ureinwohner Chiles.

Die chilenische Polizei hatte den Fall schnell abgehakt. Cornelia Kratz, Auslandskorrespondentin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, beauftragt nun einen chilenischen Privatermittler. Detektiv Cayetano Brule begibt sich in die Atacamawüste, um zu ermitteln. Vieles erfährt er dort. So steht das Hilfsprojekt kurz vor dem finanziellen Aus. Einiges deutet im Falle Balsen auf illegalen Drogenhandel hin. Oder hat er doch mit archäologischen Fundstücken der Atacamenos gehandelt? Oder musste er aus noch einem anderen Grunde sterben?

Der Autor, erzählt neben dem spannenden Fall um Willi Balsen auch sehr viel über Chiles Ureinwohner, dies war für mich ebenso spannend.

Roberto Ampuero hat eine sehr gute Detektivgeschichte vorgelegt, die einen guten Einblick in das Chile der Gegenwart ermöglicht!

Bloomsbury Berlin, ISBN 978-3-827-01034-6, Preis 19, 90 Euro

 

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