Reinhard Habeck:  Texte, die es nicht geben dürfte

Vorsicht vor diesem spannenden Buch, es könnte ihr bisheriges Geschichtsbild über den Haufen werfen. Selbst wenn Sie ein guter Schüler im Fach Geschichte waren, werden Sie bei diesem Buch über neues Faktenwissen stolpern, dass bisheriges Wissen in Frage stellt.

Der Autor dieses Werkes: " . . . befragt die ungewöhnlichsten Manuskripte der jüngsten Jahrhunderte, der Renaissance, des Mittelalters, biblischer Zeiten, steigt hinunter in pharaonische Krypten oder hinauf auf Palastruinen versunkener Kulturen, ordnet rätselhafte, mitunter heftig umstrittene Texte historisch und kulturell ein, hinterfragt ihren Sinngehalt, analysiert ihren Wahrheitsanspruch und stellt aufregenden Fakten spannende Theorien gegenüber . . ." Mutig wie Altmeister von Däniken wirft Reinhard Habeck fragen auf, die sich größtenteils zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht beantworten lassen, lediglich bisherige Argumentationen eben über den Haufen werfen.

Wann zum Beispiel begann der Mensch die Sprache bewußt einzusetzen? Was unsere Kinder in der Schule lernen, wird vom Autor stark angezweifelt. Er glaubt, dass bereits der Frühmensch, der Homo erectus, vor zwei Millionen Jahren sprechen konnte und er begründet dies ausführlich.

Zweifel meldet der Wiener den Wissenschaftlern gegenüber an, die meinen die Hieroglyphen wären bereits übersetzt. "Welch voreiliger Schluss!" kontert Habeck und erklärt seine Meinung so, dass interessierte Laien ihm gut folgen können.

Auch mit einer Vielzahl von Farbfotos versetzt mich der Autor ins Staunen. Er wird nicht nur im fernen Bolivien, sondern auch in Potsdam und Wien fündig.

Sich Reinhard Habeck anzuvertrauen fällt leicht, ich nehme ihm ab, dass er ein neugieriger Wissenschaftler ist und nicht ein sensationslüsternder Journalist!

 

Ueberreuter, ISBN 978-3-800-07498-3, Preis 19, 95 Euro

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