Lee Vance:  Spur des Verrats

Mark Wallace sitzt im Flugzeug nach London, als sein 19-jähriger Sohn entführt wird. Von London aus fliegt der einflußreiche Energieanalyst, der für einen privaten Hedgefonds arbeitet, sofort zurück nach New York. Er kann sich nicht verzeihen seine Frau und seine Tochter an diesem Abend allein gelassen zu haben.

In diesem Thriller, der Politik und Wirtschaftsinteressen eng miteinander verknüpft, geht es vorrangig um das schmutzige Geschäft mit dem Erdöl. Wie lange wird es noch reichen? Was sind Staaten bereit zu tun, um an die immer knapper werdenden Erdölreserven zu kommen? Der Banker Lee Vance, der mit diesem Thriller bereits sein zweites Buch vorlegt, entwirft ein düsteres Zukunftsbild.

Auf den ersten Seiten des Buches sieht es so aus, als hätte die Entführung von Mark Wallaces Sohn nichts mit dessen Beruf zu tun. Dann aber, als nach sieben Jahren weitere Informationen über die entführung von Kyle Wallace bekannt werden, schöpft nicht nur die Familie neue Hoffnung, es wird auch immer deutlicher, dass die Entführung in direktem Zusammenhang mit der Arbeit des Vaters steht.

Nach dem Lesen des Buches setzt Ernüchterung ein. Hoffentlich gehen wir nicht solch einer Zukunft entgegen. Ich vermag nicht zu durchschauen was der Autor an Realität und dichterischer Freiheit in sein Buch eingebaut hat. Eines weiß ich, unsere weltweiten Erdölvorkommen werden knapp. Besitzansprüche werden in Zukunft härter vorgetragen . . .

Stellenweise bleibt einem die Luft weg, wenn man liest, was alles möglich sein kann in Zukunft!

 

Berlin Verlag, ISBN 978-3-827-00930-2, Preis 19, 90 Euro

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