Andrej Longo:  Sarahs Mörder

Der Polizist Acanfora findet im Treppenhaus eines Mietshauses, in sehr guter Wohnlage Sarah Lo Rosso tot liegend. Zum ersten Mal findet der 20 - jährige Polizist eine Leiche, dies verändert ihn und auch seine Arbeitsweise. Plötzlich ist er davon besessen den Mörder der gut erzogenen und zu allen freundlichen Studentin für Tiermedizin zu finden.

Neben der Suche nach dem Mörder zeigt Andrej Longo sehr genau was im Polizisten Acanfora, aber auch in Commissario Santagata vor geht. Der Autor beleuchtet beide Männer getrennt, aber auch wie sich ihr Dienstverhältnis mit dem Mord an Sarah verändert. Plötzlich nimmt der Commissario den Polizisten in die Pflicht, traut ihm etwas zu.

Die Suche nach dem Mörder zieht sich selbstverständlich durch den gesamten Roman, aber wird durch den Blick Acanforas, denn der erzählt in der Ich - Form, auf die gute Wohngegend auch auf die Mieter gerichtet. Mieter aus guter Gegend, aus schlechter Gegend, all dies wird hier beleuchtet, Longo zeigt auch wo die Kriminalität wohnt und warum sie gerade dort wohnt.

So ist dieses Buch nicht in eine konkrete Genreschublade abzulegen. Es ist eine Gesellschaftskritik, wie auch ein Krimi. Vielleicht ist es ja sogar beabsichtigt? Geht es doch auch im Roman um Menschen aus verschiedenen Schubladen und um den Sinn beziehungsweise Unsinn diese einzuordnen.

 

Eichborn, ISBN 978-3-821-86108-1, Preis 17, 95 Euro

 

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