Michael Theurillat:  Rütlischwur

Ein 12 - jähriges Mädchen taucht im Kloster Einsiedeln auf. Ein Jahr lang war es unterwegs, seinem Ziehvater weggelaufen. Der hatte dem Mädchen kurz davor erzählt, dass seine richtigen Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kamen und hatte Judith an die Gräber seiner Eltern geführt.

Im zweiten Kapitel macht Michael Theurillat dann einen Zeitsprung von 15 Jahren. Der Leser lernt Kommissar Eschenbach aus Zürich kennen.

Für mich als Leser sind die ersten 40 / 50 Seiten ziemlich verwirrend. Viele Puzzleteile offenbaren sich dem Leser und hin und wieder war ich schon ein wenig verwirrt und habe mich beim Lesen gefragt, was soll ich denn nun mit dieser Information oder Geschichte anfangen? Gegen Ende wurde dann alles aufgelöst, aber lange Zeit fühlte ich mich doch wie ein ziemlich ziellos durch das Buch laufende Karnickel.

Als Kommissar Eschenbach dann in Vancouver seinen Urlaub mit seiner Frau abbrechen soll und vorher noch seinen ehemaligen Mitschüler Jakob Banz auf dessen Wunsch trifft, bekommt Eschenbach von Banz ein Angebot in dessen renomierter schweizer Privatbank zu arbeiten. Dort ist ein Mitarbeiter spurlos verschwunden und Eschenbach soll die Sache aufklären.

Noch ist nicht klar warum die Polizei nicht eingeschaltet wird und plötzlich taucht auch Judith wieder auf. Sie ist inzwischen bei Banz zur Computerspezialistin aufgestiegen.

Begriffe wie schweizer Bankgeheimnis, aber auch Waffengeschäft tauchen nun auf und ab etwa der Mitte des Krimis bin ich dann wie gebannt und kann das Buch vor lauter Spannung nicht mehr aus der Hand legen.

Ullstein, ISBN 978-3-550-08840-7, Preis 21, 99 Euro

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