Imran Ayata:  Mein Name ist Revolution

Im Buch erzählt Imran Ayata als Devrim von seinem Leben in Deutschland, vorrangig in Berlin. Der Ärmste hat ausgerechnet am 2. Januar Geburtstag. Zum feiern ist ihm gar nicht, aber plötzlich stehen sie alle vor seiner Wohnungstür, Türken und Deutsche und wollen mit ihm feiern.

Humorvoll schildert Devrim seine Geburtstagsparty, vor der er dann am Schluß wegläuft. Aber keine Angst, tragisch wird hier nichts. Selten habe ich bei einem Buch, dass das Thema Migration beinhaltet so gelacht. Dabei werden nicht nur die wenigen Glanzseiten funktionierender Migration in Deutschland beschrieben, alle Seiten von Migration kommen in diesem Buch zum Vorschein. Auch das im Alltag oft so paradox Erscheinende erwähnt Devrim und erläutert es dem Leser.

"Wenn wir in Deutschland Anerkennung und Respekt erlangen wollen, müssen wir Karriere machen."

Vieles gibt Devrim preis, so erlebt der Leser mit wie sein Vater gerade beim Vergleich der Lottozahlen mitbekommt, dass er 2, 7 Millionen gewonnen hat, er spricht aber auch von den vielen verpassten Revolutionen, auch von der die die türkische Autoindustrie nie erreicht hat.

Imran Ayata hat mit seinem zweiten Buch nicht nur ein politisches Buch vorgelegt, sondern es beschreibt auch sein nicht ganz so glatt verlaufendes Liebesleben.

Aber eigentlich ist es für mich die türkische Antwort auf Sarrazin!

Blumenbar, ISBN 978-3-936-73896-4, Preis 16, 95 Euro

 

Nach oben