Michael Köhlmeier:  Märchen Dekamerone

Auf den ersten 15 Seiten erzählt Michael Köhlmeier aus seiner Kindheit. Sein Vater war ein Erzähler, der oft mehr erzählte, als die Familie ertrug. Seine Großmutter jedoch war für ihn die beste Erzählerin.

Der Autor schreibt in seiner Einleitung "Wo das Erzählen noch geholfen hat" warum es so wichtig ist und beklagt, dass diese Kunst am Aussterben ist.

Dann folgen die Märchen. Es sind bekannte Deutsche dabei, aber auch mir völlig unbekannte. Sie sind nach Themen geordnet: Die Tür - Bruder und Schwester - Drei - In die weite Welt hinaus - Die Tiere - Der Böse - Niemandes Kind - Verwandelt, verzaubert, verflucht.

Jeweils zu Beginn eines Märchenblocks schreibt Köhlmeier eine zwei bis drei seitige Einleitung. Dies ist nichts großes wissenschaftliches, es sind die Gedanken eines begnadeten Erzählers. Die beiden Lesebändchen ermöglichen ein schnelles wiederfinden, nach dem Lesen eines Märchens. Zu einigen Märchen hätte ich mir mehr an Deutungsversuche gewünscht.

Dennoch hat mich Köhlmeiers Märchen Dekamerone überzeugt, ich empfehle es gern weiter.

Dieses Buch gehört in die Hände von Eltern und Großeltern!

Diederichs, ISBN 978-3-424-35057-9, Preis 34, 99 Euro

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