Werner Witt (Hg.):  Joseph Victor von Scheffel - Ein Lesebuch

Wenn ich ehrlich bin, muss ich mir eingestehen, dass mir der Name Joseph Victor von Scheffel eigentlich nichts sagte. Dabei wurde von Scheffel an seinem 50. Geburtstag 1876 von den Volksmassen als erster deutscher Kultautor gefreiert.

Mit dem Trompeter von Säckingen, seinem Ekkehard und vielen Gedichten hinterlies der Autor wichtige Zeugnisse deutscher Literaturgeschichte, die längst so zeitlos geworden sind, dass sie immer wieder gelesen werden können, vor allem um das Denken, auch um die Schwärmerei jener Zeit besser zu verstehen.

In einer kurzen Einführung "Trauriger Revolutionär und gefeierter Poet" macht Herausgeber Werner Witt zunächst mit von Scheffel bekannt und beschreibt dabei gut die gesellschaftlichen Verhältnisse jener Zeit, dies ist wichtig um die Texte besser einordnen zu können.

Gleich im Anschluß daran gibt es dann den Autor pur. Erstaunlich frisch lesen sich die über 130 Jahre alten Texte. Besonders neugierig auf diesen Autor haben mich seine Gedichte gemacht:

Die Teutoburger Schlacht

Als die Römer frech geworden,
Zogen sie nach Deutschlands Norden,
Vorne beim Trompetenschall
Ritt der Generalfeldmarschall,
Herr Quinctilius Varus. . .

Dieses Buch kann nur an von Scheffel erinnern und den Leser heute auf ihn aufmerksam machen. Mich hat es neugierig auf den Autor gemacht.

Wer sich auf ihn einlässt bekommt unterhaltsames zu Lesen und lebendigen Geschichtsunterricht gratis!

Klöpfer & Meyer, ISBN 978-3-940086-67-9, Preis 14, 00 Euro

Nach oben