J. Anthony Boeckh: Inflation um jeden Preis

Anthony Boeckh gehört seit Jahrzehnten zu den erfahrendsten Beobachtern des weltweiten Finanzmarktes, sein Wort sollte also Gewicht haben. Leider und dies stellt er gleich an mehreren Stellen in seinem beachtenswerten Buch fest, lernen Banker nicht oder nur sehr schlecht aus Ereignissen in der Geschichte.

Seine wichtigste Erfahrung die er in seinem Buch mitteilt, drückt er in Kurzform so aus: "Die Lehre aus den Erfahrungen vieler Jahrzehnte und insbesondere der letzten paar Jahre ist, dass eine exzessive Ausweitung des Schuldenvolumens und der Geldmenge die Hauptursache für Bankenkrisen und Börsencrashs ist." Das fordert heraus.

Kehren wir nun endlich um und hören auf Schulden zu machen?

Der Autor streut eine Vielzahl von Tabellen und Diagramme in sein Manuskript ein und kommt zu dem Schluß, dass Schulden machen nicht mehr aktuell sein darf. Naturgemäß geht er immer wieder auch auf die amerikanische Haushaltspolitik ein. Ein weiterer wichtiger Aspekt des Buches für den europäischen Leser ist das Wechselspiel amerikanischer und europäischer Finanzmärkte.

Teil I Finanzielle Instabilität
Teil II Die Märkte: Die Vorbereitung auf das neue Investitionsumfeld
Teil III Die Zukunft: Ist eine Rückkehr zu dauerhafter Stabilität möglich?
Teil IV Die Folgen für die europäische Wirtschaft

Die große Linie des Buches macht deutlich, der Autor sieht nur eine Zukunft wenn aktiver Schuldenabbau betrieben wird!
 
FinanzBuch Verlag, ISBN 978-3-898-79655-2, Preis 34,99 Euro

 

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