Hilary Belle Walker:  Italienisch für Liebhaber

Niemandem verrät Hilary Belle Walker wieviel sie aus ihrem eigenen Leben in ihren Debütroman hineingeschrieben hat. Die Autorin ist in San Francisco geboren und aufgewachsen und lebt nun seit 13 Jahren in Italien.

Dieses Land war von jeher ihr Sehnsuchtsland. Nun ist sie endlich da und spürt trotz bescheidener finanzieller Mittel Freiheit, Sonne, blauen Himmel und die große Liebe . . .

Dabei kommt die große Liebe gar nicht so richtig. Mal ein Freund, einmal ein Hund der zum Gefährten wird oder ist und bleibt allein Italien die große Liebe?

Dieser Roman ist keine durchgängige Geschichte. Viele kleine Geschichten aneinandergereiht ergeben die Geschichte der Hilary Belle Walker, egal wieviel davon nun Realität oder Fiktion sein mag. Das Buch hat Höhen und Tiefen, wobei die Höhen keine Berge sind. Und doch habe ich das Buch durchgelesen, vielleicht weil für mich die Figur der Protagonistin zum Ende hin immer authentischer wird. Schade, dass dies der Autorin erst so spät gelingt!

Sie träumt von ihrem ersten Buch. Geschafft hat sie es jetzt. Sollte die Autorin allerdings ein weiteres folgen lassen, muss es wesentlich stärker werden. Zum einen vom Ausdruck her und zum anderen aber auch vom Inhalt. Gerade dort habe ich einige Unstimmigkeiten entdeckt, wie beispielsweise kann es sein, dass jemand der knapp bei Kasse ist und in einer bescheidenen Dachwohnung wohnt, auf so hohem Fuße wie die Protagonistin reisen kann?

 

Kunstmann, ISBN 978-3-88897-701-5, Preis 19, 90 Euro

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