Sarah Lark:  Im Schatten des Kauribaums

Während die Indianer Nordamerikas stark im Bewusstsein unseres Kulturkreises verhaftet sind, haben es die Maoris in Neuseeland viel schwieriger zur Kenntnis genommen zu werden.

Die ehemalige Reiseleiterin Sarah Lark führt uns in ihrem II. Band ihrer Familiensaga in das Neuseeland des Jahres 1875. Man muss übrigens nicht den I. Band gelesen haben um diesen zu verstehen, wobei "Das Gold der Maoris" ebenfalls eine wunderbar erzählte Geschichte war.

Das Ehepaar Drury träumt auf der eigenen Schaffarm von einer reichen und friedlichen Zukunft. Dieser Traum wird zerstört als die älteste Tochter des Hauses Matariki von ihrem leiblichen Vater, einem Maori - Häuptling entführt wird. Literarisch sehr geschickt nimmt Sarah Lark nun beide Familien ins Visier.

Die Autorin weiß um die gute Mischung aus Liebe, historischen Fakten und dichterischen Freiheiten, deshalb landen ihre Bücher auch nie in der Schublade "Kitsch".

Sarah Lark weiß ebenfalls um die Gefährlichkeit von mehrbändigen Werken. Wird das erste Buch begeistert aufgenommen, haben es die folgenden oft schwer. In diesem Falle konnte ich mich jedoch davon überzeugen, dass "Im Schatten des Kauribaums" dem I. Band ebenbürtig ist.

 

Lübbe, ISBN 978-3-785-76047-5, Preis 15, 99 Euro

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