Timothy Keller:  Es ist nicht alles Gott was glänzt

Dieses Buch strahlt eine Lebendigkeit aus, die anderen Büchern zu diesem Thema oft abhanden  gekommen ist. Der Autor setzt mit seinen Fragen mitten in unserer Gegenwart an. Seine Fragen sind unbequem und zum Teil sehr direkt. Er legt offen wo heute Götzen angebetet werden und er will, dass seine Leser sich Rechenschaft darüber ablegen, ob man allein durch den Erwerb von Wohlstand die Sehnsucht nach Glück  stillen kann.

In seiner Argumentation geht Timothy Keller zurück bis zum biblischen Abraham und will wissen woher er die Kraft nahm an Gott zu glauben und ihm mit allen Konsequenzen zu gehorchen. Dieses Zurückblicken zeigt zum einen, dass die Beziehungen der Menschen zu Gott damals gar nicht so viel anders waren und zum anderen rücken die biblischen Gestalten plötzlich viel näher an uns heran. Kellers Erzählstil ist da eine gute Hilfe.

"Haben die Götter der Schönheit, der Macht, des Geldes und des Erfolges nicht längst die Herrschaft über uns und unsere Gesellschaft angetreten?"

Dies ist eine der vielen Fragen des Autors. Er zeigt auf wie Götzen entstehen, damals zu biblischen Zeiten und heute. Manchmal scheint es mir wie eine ständige Wiederholung der Geschichte zu sein. Götzen nicht einfach hinterherzulaufen, auch mal gegen den Strom zu schwimmen, Götzen zu durchschauen, dazu befähigt Timothy Keller seine Leser mit seinem Buch.

"Die Zehn Gebote der Bibel sind der wichtigste Moralkodex der Welt."

Christen sollten dieses Buch des amerikanischen Theologen unbedingt Lesen. Timothy Keller geht mit seinem Leser zurück an die Wurzeln des Glaubens um ihm deutlich die Unterschiede zwischen Götzen und Gott zu zeigen. An diesem Buch wird jeder Christ geistlich wachsen.

Gerth Medien, ISBN 978-3-865-91589-4, Preis 14, 99 Euro

 

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