Nathanael West:  Eine glatte Million

Die Geschichte in diesem Buch wurde vor 80 Jahren geschrieben. Nathanel Wests hat unter dem Einfluß der Weltwirtschaftskrise eine komisch - böse - unwirkliche Satire geschrieben, in der er am Beispiel des Protagonisten Lemuel Pitkin den großen verklärten amerikanischen verklärten Traum der Lüge überführt.

Mit 28 Dollar versucht Pitkin sein Glück im Land der uneingeschränkten Möglichkeiten. Im Zug auf dem Weg ins Paradies New York wird ihm zunächst sein Geld geklaut, später werden ihm sogar von Amtswegen seine Zähne genommen. Dieses Spiel geht bitterböse so weiter . . .

Auf dem Cover steht zwar "Roman", aber es ist doch eher eine Aneinanderreihung überspitzter Geschichten in denen der Autor all seine persönlichen Enttäuschungen und Befindlichkeiten hineingeschrieben hat. Nathanel Wests war der Sohn litauischer Juden.

Wenn ich selber auch nicht so sehr an den großen amerikanischen Traum glaube, so traf dieses Buch doch nicht meinen Geschmack. Vielleicht deshalb, weil Nathanel Wests mir keine Möglichkeit gab einen Hoffnungsschimmer zu entdecken und weil er Lemuel Pitkin nicht einmal das Leben als armen Landstreicher gönnte.

 

Manesse, ISBN 978-3--717-52232-4, Preis 19, 95 Euro

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