Max Lucado:  Du musst kein Held sein

 

Der Pastor der Oak Hills Church aus Texas hat seit Jahren auch im deutschsprachigen Raum eine treue Lesergemeinde, die von Jahr zu Jahr größer wird.

Falls sich jemand fragt warum sich die Menschen zu seinen Büchern hingezogen fühlen, dieses vor mir liegende Buch zeigt es besonders deutlich: Max Lucado schreibt nicht nur über Menschen, er spricht sie direkt an und sie werden dabei mitten ins Herz getroffen.

In 22 Kapiteln zeigt uns der Autor was uns Menschen der Gegenwart mit dem biblischen Volk verbindet. So trifft er beispielsweise an einem Grab sitzend auf Grace Llewellen Smiths. Sie ist lang schon tot, aber dennoch verkörpert sie die moderne Samariterin, die Frau die am Jakobsbrunnen auf Jesus traf. Max Lucado beschreibt beide Frauen und die Menschen um sie herum, als wären sie austauschbar.

In ähnlicher Weise beschreibt der Autor in den anderen Kapiteln unter anderem die biblischen und modernen Gestalten: Paulus - Josef - Esther - Nikodemus - Lazarus. Jedes mal gelingt es Max Lucado dem Leser Menschen und Geschichten zu präsentieren in denen sich jeder wiederfindet.

Beeindruckend ist auch das Kapitel 16 in dem es um die Gestalt des Hiob geht. Nach der biblischen Geschichte, die jedes der 22 Kapitel einleitet, schildert der Autor den biblischen Hiob und oft fühle ich mich direkt angesprochen. Lucado setzt, ebenfalls wie in jedem anderen Kapitel des Buches,  zum Schluß noch einen Impuls drauf: Er stellt Fragen und erteilt Aufträge, er lässt uns nicht die Chance so weiter zu machen wie bisher.

Viel habe ich in den letzten Jahren von Max Lucado gelesen. Dieses Buch ist mit Abstand das Beste. Der amerikanische Pastor zeigt seinen Lesern, dass er ein brillianter Meister der Familienzusammenführung ist. Bei ihm erkenne ich sehr deutlich, dass das biblische Volk und wir Menschen der Gegenwart zusammengehören und das Gott in jeder Minute über uns wacht.

 

Christian  Döring

 

Gerth Medien, ISBN 978-3-86591-439-2, Preis 14, 99 Euro

Nach oben