Karen Kingsbury:  Diesseits des Himmels

Josh ist für seine Eltern nicht gerade das, was sie sich als den perfekten Sohn gewünscht hätten. Studiert hat er nicht, als Arbeiter in einer Abschleppfirma arbeitet er, weil er Menschen gern hilft. Eines Tages kommt dann der Tag an dem sich sein Leben grundlegend verändert. Ein betrunkener Autofahrer rast auf zwei junge Frauen zu, geistesgegenwärtig rettet Josh die beiden und kommt dabei selber zu Schaden.

Von seiner Heldentat sagt er seinen Eltern nichts. Sie sind viel mit sich selbst beschäftigt, basteln an der Karriere des Vaters als Politiker, dass dies zu Lasten der Beziehung ihres Sohnes geht, ist ihnen noch nicht klar. Lindsay, Joshs Schwester, ist die einzige, die sich auch in der Zeit seiner Unfall bedingten Arbeitsunfähigkeit um ihn kümmert.

Josh gibt in seiner Situation nicht auf. Er steht vor Gericht und klagt auf Schmerzensgeld. Mit diesem Geld will er seine 7-jährige Tochter suchen, die er noch nie gesehen hat. Er träumt davon seine Weichen im Leben neu zu stellen. Er beginnt eine intensive Beziehung mit Gott und sieht sich in Gedanken bereits zusammen mit seiner Tochter.

Leider ist dieses Buch eines von  denen, in denen der Romanheld bereits in der Mitte des Buches stirbt. Dieses Buch ohne Happy End auf Erden ist wichtig zu lesen, damit wir viel mehr als bisher über unsere Beziehungen zu anderen Menschen nachdenken.

Karen Kingsburys Aufschrei an uns, um unsere Beziehungen zu unseren Nächsten auf den Prüfstand zu stellen, ist ein trauriger, aber auch Mut machender Roman geworden, der einmal mehr zeigt: Auf jeden einzelnen hier auf Erden kommt es an unser Zusammenleben mitmenschlicher werden zu lassen.

 

Gerth Medien, ISBN 978-3-86591-459-0, Preis 14, 99 Euro

Nach oben