Joseph Gelinek:  Die Violine des Teufels

Joseph Gelinek, der eigentlich ein spanischer Musikwissenschaftler und Bestsellerautor ist, hat mit diesem Thriller eine verflucht gute Komposition an Aberglaube, Spannung und Nervenkitzel auf den Markt geworfen.

Inspector Perdomo wird von seinem Sohn Gregorio, der ebenso wie seine verstorbene Mutter ein großer Musikliebhaber ist, in ein Konzert geführt. Während beide auf den Beginn des Konzertes warten, erklärt der Sohn seinem Vater was während so einer Aufführung alles zu beachten ist und wann Beifall gespendet werden darf und wann auf keinen Fall.

Dann beginnt die weltberühmte Ane Larrazabal ihr virtuoses Geigenspiel. Schon wenige Minuten später wird man sie hier im Auditorio Nacional mitten in Madrid ermordet auf einem Flügel liegend finden. Der Mörder hat sie nicht nur stranguliert, sondern auch mit ihrem eigenen Blut mit arabischen Schriftzeichen "Teufel" auf sie geschrieben.

Das Konzert wird sofort abgebrochen und Perdomo eilt zur Leiche. Was ist hier geschehen? fragt sich der Inspector. Stecken islamistische Terroristen dahinter? Ist etwas dran an dem Gerücht, dass diese nun nicht mehr möglichst viele Leute umbringen wollen, sondern ganz gezielt Prominente?

Die an den Tatort gerufene Polizei trifft ein und der gerufene Inspector schickt Perdomo einfach nach Hause. Nachdem allerdings dieser Inspector wenige Stunden später einen gezielten Anschlag in seinem eigenen Auto nicht überlebt, bekommt Inspector Perdomo diesen Fall nun offiziell übertragen.

Immer wieder geht es in diesem Thriller auch um die Geige selbst. Gerade Musikliebhaber werden ihre Freude an dieser Komposition haben. Der sogenannte Jelinek hat frei erfundene Personen mit historischen Persönlichkeiten zusammengebracht und immer wieder geht Jelinek auch der Frage nach, war die Larrazabal womöglich eine "Wölfin im Schafspelz"? Noch kurz vor ihrem Tod war sie bei ihrem Instrumentenbauer und hat sich eine Schnecke in Form eines Teufelskopfes an ihrer nun gestohlenen Geige anbringen lassen.

Wer Spannung pur bevorzugt, der muss dieses Buch gelesen haben!

 

Knaur, ISBN 978-3-426-65246-6, Preis 14, 99 Euro

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