Richard Dübell:  Die Pforten der Ewigkeit

Endlich mal ist es einem Deutschen gelungen eine große Triologie anzugehen, die zu großen Teilen in Deutschland spielt und scheinbar auch gut von den Lesern angenommen wird.

Den Auftakt seiner Triologie nannte der Landshuter Richard Dübell "Die Teufelsbibel" und es empfiehlt sich sehr dieses Buch auch als Erstes zu Lesen.

Nun liegen "Die Pforten der Ewigkeit" vor und sie können mit dem meisterlichen Erzählstil des 1. Bandes mithalten.

Zurückgeführt wird der Leser in das 13. Jahrhundert. Mehrere Erzählstränge bietet Dübell seinen Lesern. Zunächst scheinen sie unabhängig voneinander, aber dann finden sie zueinander und fordern den aufmerksamen Leser. Dem wird nun bewusst wie farbig und lebendig das dunkle Mittelalter auch war.

Nach dem Tod des Kaisers ist noch immer kein Nachfolger gefunden, das Reich beginnt zu murren. Geheimnisse machen die Runde, jeder weiß mehr zu berichten, die Gerüchteküche brodelt. Bei Bamberg gründen Zisterzienserinnen ein Kloster. Schwester Elsbeth hat gefährliche Visionen, wenn diese bekannt werden, würde sie auf dem Scheiterhaufen landen.

Zisterzienserinnen und Kreuzritter bauen mit vereinten Kräften zu Ehren ihres Herrn und zur Darstellung ihrer Macht ein Kloster . . . Elsbeth erhofft sich viel von diesem neuen Bau unter anderem den Schutz des neuen Kaisers . . .

Dem Autor gelingt es sehr gut anhand seiner vielen Romangestalten die Zeit des Jahrtausendkaisers Friedrich II. gut zu beschreiben.Kleiner Lesetip: Wer einmal den Überblick über die Vielzahl der Personen verliert, kann sich am Anfang des Buches, im Personenspiegel, neu orientieren.

Richard Dübell vermittelt geschichtliche Fakten, schmückt diese mit literarischen Freiheiten aus und verliert doch in keiner Situation den Blick auf die reale Geschichtsschreibung.

Absolute Leseempfehlung an alle Geschichtsfreunde !

 

Bastei Lübbe, ISBN 978-3-785-72422-4, Preis 19, 99 Euro

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