David Gregory:  Die letzte Christin

David Gregory hat in seinem Zukunftsroman ein Schreckensbild von der Zukunft gemalt. Die Medizin, die Technik überhaupt, kann bereits im Jahr 2088 Dinge von denen wir heute nicht mal träumen wollen.

Der Autor beschreibt all dies bis ins kleinste Detail. Bücher wird es dann so gut wie keine mehr geben, jedenfalls keine mehr zum anfassen. Alles wird sich auf virtueller Ebene abspielen. So hat Prof. Daniels beispielsweise seinen Vater seit elf Jahren nicht mehr wirklich gesehen. Ein oder zwei mal im Monat haben sich die beiden per PC getroffen, welch grausige Vorstellung. Plötzlich bekommt der Professor die Nachricht, dass sein Vater Suizid begangen hat.

Auf einer anderen Erzählebene lernt der Leser Abby Caldwell kennen. Sie ist die Tochter von Missionaren und verlässt gerade den Dschungel Neuguineas um Hilfe für ihr kleines Dorf zu holen. Eine unbekannte Krankheit bedroht das Leben der Dorfbewohner.

Eigentlich bin ich kein großer Freund von Romanen die in der Zukunft spielen. Aber dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Gregory zeigt sehr deutlich wo wir Menschen hingeraten können wenn wir weiter so leben wie bisher. Im Buch ist es bereits möglich, dass menschliche Gehirn zu transplantieren, aber der Glaube der Menschen an Gott ist beinah dahin.

David Gregory legt seinen Finger genau in die Wunde der heutigen Zeit: Wissenschaft und Entwicklung um jeden Preis? Immer weiter so, bis all das menschliche, auch die Religion dem angeblichen Fortschritt gewichen ist?

Der Leser hat zu entscheiden ob David Gregorys Zukunftsentwurf unserer Welt erstrebenswert ist oder nicht!

Brunnen Verlag, ISBN 978-3-765-51124-0, Preis 17, 99 Euro

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