Fritz Vahrenholt / Sebastian Lüning:  Die kalte Sonne

Zur Zeit macht ein Buch über unsere Sonne von sich reden, wie das in letzter Zeit nur sehr selten geschehen ist. Obwohl ich keinerlei Fachwissen im Bereich der Klimaforschung besitze habe ich dieses Buch doch mit Gewinn gelesen.

Meinem Eindruck nach handelt es sich um eine überaus sachkundige Einführung in die fundamentalen Probleme der derzeitigen Klimaforschung und der zahllosen unverstandenen Teilaspekte dieses Gebiets der Forschung. Als Laie habe ich noch nie an die vom Klimaforschungs-Establishment nach außen so gern vermittelte Gewissheit bezüglich der überwältigenden Bedeutung des CO2 geglaubt. Es ist das große Verdienst dieses vorliegenden schnell und leicht zu lesenden Wälzers von Vahrenholt und Lüning, dieses wissenschaftliche 'Bauchgefühl' nun im Detail zu untermauern.

Das vom IPCC vertretene Bild basiert auf  vielen Annahmen, wie in diesem Buch sehr schön dargelegt, dass man allen aus Computer-Modellen extrahierten Ergebnissen mit großer Skepsis begegnen muss. Mein einziger  Kritikpunkt an dem Buch ist die nach meinem Eindruck die Behauptung der Autoren nun umgekehrt über ozeanische Fluktuationen und sich ändernde Sonnenaktivität quantitative Aussagen zum zukünftigen Klimageschehen machen zu können. Dies macht das Buch angreifbar, andererseits liegt darin natürlich auch noch einmal ein weiterer Impuls über dieses buch zu diskutieren. Dies geschieht bereits seit einigen Wochen.

Das Buch ist sehr verständlich geschrieben und daher auch für jeden empfehlenswert, der sich mit Details der Klimaforschung noch nie beschäftigt hat.

Hoffman und Campe, ISBN 978-3-455-50250-3, Preis 24, 99 Euro

 

 

Nach oben