Andrea Camilleri:  Die Flügel der Sphinx

Eine nackte gereinigte Leiche wird auf einer Müllhalde gefunden. Eine Vermisstenanzeige gibt es nicht, aber ihr Tattoo wird für die Ermittlungen durch Commissario Montalbano immer wichtiger.

Auf ihrem linken Schulterblatt trägt die Tote einen Schmetterling. Und zwar einen Sphinx, eine ganz besondere Spezies von Schmetterlingen. Montalbano hat von so was natürlich keine Ahnung und lässt sich weiter erklären, dass diese Schmetterlingsart nur dort leben kann, wo es auch Kartoffeläcker gibt, denn die Larven der Sphinx leben auf Kartoffeln.

Für mein Empfinden ist die Geschichte sehr langatmig erzählt. Der Commissario kommt eigentlich erst ab Mitte des Buches mit seinem Fall voran. Andrea Camilleri ist beim Erzählen seiner Geschichte so in Nebenschauplätze verliebt, dass für mich zeitweise die Frage bestand, lese ich nun weiter oder nicht . . .

Wie gesagt, ab Mitte des Buches nimmt dann Commissario Montalbano endlich Fährte auf und er ermittelt, dass es sich bei der Toten um eine junge Russin handelt. Er erfährt weiter, dass es noch mehr junge Frauen mit gleichem Schmetterlingsmotiv auf dem linken Schulterblatt gibt. Als er dann vom "Verein des guten Willens" hört, ist der Krimi seinem Ende nahe . . .

Die 270 Seiten auf 180 heruntergekürzt hätten sicher einen Bestseller ergeben!

 

Bastei Lübbe, ISBN 978-3-404-16023-5, Preis 8, 99 Euro

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