Chris Carter:  Der Vollstrecker

Nachdem ich Carters erstes Buch gelesen hatte, war ich gespannt auf den "Vollstrecker" und der Autor hat bewiesen, er kann es noch besser, vor allem grausamer, wobei auch sein "Kruzifix - Killer" schon sehr gut war.

Wieder zeigt Chris Carter seine Freude und Fähigkeit in aller Detailtreue von den Scheußlichkeiten menschlicher Abgründe zu schreiben. Der Mörder setzt seinem Opfer, einem katholischen Priester, einen Hundekopf auf, dies allerdings ist erst sein erstes Opfer . . .

Detective Hunter hat sein Tun dem Mörder und vor allem seinem Motiv auf die Spur zu kommen. Zunächst wird klar, alle Opfer haben Angst. Todesängste stecken in ihnen. Hunter muss herausfinden ob es zwischen den Opfern Berührungspunkte gibt. Er muss diese Berührungspunkte finden, auch wenn sie Jahrzehnte zurückliegen, will er nicht noch mehr Opfer finden.

Chris Carter inszeniert sehr geschickt einen Wettlauf zwischen Detective und Mörder. Auch wenn diese Idee längst nicht mehr neu ist - Carter beherrscht sie brilliant.

Für abgehärtete Thrillerfreunde genau das richtige Buch, alle anderen sollten es aus Rücksicht auf ihre Nerven lieber liegen lassen!

Ullstein, ISBN 978-3-548-28110-0, Preis 9, 99 Euro

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