Jane Kirkpatrick:  Der Treck der Frauen

Hinter diesem Roman steckt das Tagebuch der Ezra Meeker (1852). Die dramatische Geschichte der Romanheldin Mazy Bacon beruht auf wahren Begebenheiten.

Mazys Mann beschließt 1852 ihre kleine Farm in Wisconsin zu verlassen. Die junge Frau wird vor vollendete Tatsachen gestellt. Jeremy, ihr Mann, hat bereits die Farm verkauft. Wie Tausende andere zieht das Ehepaar nun mit einem Siedlertreck in Richtung Oregon.

Manchmal dachte ich beim Lesen dieser spannenden und auch ein wenig traurig machenden Geschichte, vielleicht wollte die Autorin zu viel des Guten. Der Leser erfährt etwas von der traumhaften Landschaft die der Treck hinter sich lässt. Jane Kirkpatrick die in Oregon als psychologische Betreuerin in einem Indianerreservat arbeitet, schildert Begegnungen mit Indianern und sie beschreibt eine Vielzahl von Einzelschicksalen.

Ich musste aufpassen beim Lesen, den roten Faden, der sich durch das gesamte Buch zieht nicht zu verlieren. Mazys und Jeremy Bacon haben äußerst schwere Zeiten vor sich. Viele lieb gewordene Akteure des Romans werden Oregon nie erreichen.

Von Verlusten und ständigen Neuanfängen schreibt die Autorin. Auch die Beziehung zu Gott spielt dabei immer wieder eine wichtige Rolle. Oft ist es nicht die bedingungslose Liebe zu Gott die im Mittelpunkt steht, mitunter ist es auch Wut und Verzweiflung die das Leben bestimmen und Gott wird hart angefragt.

Dieses Buch ist voller kleiner und großer Glaubenshelden, die Autorin beschreibt einen wichtigen Teil der amerikanischen Geschichte.

Längst nicht das Beste was die Francke Buchhandlung zu bieten hat, aber doch ein gut zu lesendes Buch!

 

Francke Buchhandlung, ISBN 978-3-86827-219-2, Preis 8, 95 Euro

Nach oben