John D. Barrow:  Das Buch der Universen

Der Blick auf unser Universum war bislang geprägt von der religiösen oder auch nationalistisch angehauchten Sichtweise des jeweiligen Betrachters. Der Mensch war ganz gefangengenommen von seinem Universum. Das dieses eventuell nur eines von vielen anderen sein könnte, kam ihm nicht in den Sinn und wurde erst mit Einstein ein ernst zu nehmender Gedanke.

John D. Barrow zeigt mit seinem Buch die Vielfalt der heute bekannten Universen. Seitenweise liest sich das Buch wie ein Jules Verne Roman und doch ist das, was der Leser hier erfährt wissenschaftlich belegbar.

Obwohl ich kein Physiker bin und meine Neugier über meine Angst dies Buch nicht zu verstehen siegte, war ich doch erstaunt darüber diesem Buch so gut folgen zu können.

Einsteins Universum
Blumenkohl Universum
Emmentaler Universum
Turbulente Universen
Asymmetrische Universen
Zufällige Universen
Eingerollte Universen
Schnäppchen Universen

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Bezeichnungen von Universen aus dem Buch. Kapitel für Kapitel erklärt der Autor die einzelne Universen. Dabei berichtet er über Universen die wir Menschen nie erreichen werden, erklärt an Hand von schematischen Darstellungen mögliche Entwicklungen in der Vergangenheit und Zukunft und geht auch auf Universen ein, die längst wieder aus unserem Blickwinkel verschwunden sind.

Sehr deutlich wird beim Lesen, dass wir heute ein wichtiges Bindeglied in der Geschichtsschreibung der Erforschung der Universen sind. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit weitet sich unser Blick und unser Wissen so weit, dass wir Universen zur Kenntnis nehmen können, von denen wir vor kurzem nicht einmal zu träumen wagten.

Mit Barrow auf Entdeckungsreise zu gehen ist spannend wie ein guter Thriller!

Campus, ISBN 978-3-593-39337-7, Preis 24, 99 Euro

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