Elliott Hall:  Böses mit Bösem

Elliott Hall führt uns mit seinem gespenstischem Thriller in die Zukunft Amerikas. Teheran hat die amerikanische Stadt Housten mit Atombomben ausgelöscht und Amerika war daraufhin im Iran auf einem militärischen Rachefeldzug.

Dies alles erfährt der Leser aus dem Munde des Ich - Erzählers, einem gewissen Felix Strange. Er selbst war in Teheran und dort hat ihm Isaac Taylor, während eines Gefechts, das Leben gerettet. Eben dieser Isaac ist nun Jahre später in Amerika spurlos verschwunden. Und der inzwischen als Privatermittler arbeitende Strange tut alles um seinen Lebensretter von einst zu finden.

Abgesehen von dieser Geschichte schreibt Hall viel darüber wie sich Amerika inzwischen verändert hat. Längst wird das Land von christlichen Fundamentalisten regiert. Viele Millionen Menschen haben sich angepasst oder versuchen ein unauffälliges Leben zu führen, wobei dies immer aussichtsloser wird, den inzwischen werden die Fingerabdrücke und die DNA von jedem Amerikaner gespeichert.

Felix Strange unternimmt alles, begibt sich nicht nur einmal in Lebensgefahr, um seinen Freund zu finden. Dabei lernt er nicht nur die Anhänger der Erweckungsbewegung kennen, sondern er findet auch das Kriegstagebuch seines Lebensretters und er erkennt, dass Isaac Taylor nur einer von vielen ist, die verschwunden sind.

Elliott Hall hat mich mit seiner bitterbösen Zukunftsvision Amerikas begeistert, erleben möchte ich sie jedoch nicht!

 

dtv, ISBN 978-3-423-24856-3, Preis 14, 90 Euro

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