Kuschel / Assmann:  Börsen, Banken, Spekulanten

Wer genug Geld hat lebt in materiellem Wohlstand. So gesehen kann Geld eine beruhigende Wirkung entfalten. Wird Geld allerdings fehlerhaft eingesetzt und bewegt, kann es zu heftigen Erschütterungen führen. An die letzte Banken - und Finanzkrise können wir uns noch alle gut erinnern.

Beim Lesen dieses Buches wird sehr klar, was das liebe Geld mit uns macht und was es aus uns macht auf den verschiedensten Gebieten. Beeindruckend sind die Beispiele aus der Welt der Literatur:

Emile Zola "Das Geld"
Thomas Mann "Buddenbrooks"
Martin Walser "Angstblüte"

Dies ist nur eine kleine Auswahl der literarischen Beispiele. Den Autoren gelingt es sehr gut an den literarischen Werken unterschiedlichster Zeiten zu zeigen wie die Literatur auf die Politik reagiert. Hier ergänzen sich der Literaturwissenschaftler und der Jurist sehr gut. In ihrer interdisziplinären Arbeit zeigen sie, wie sich die Literatur auf ihre Leser auswirkt.

Daraus folgen wie sich Moral und Ethik wandeln. Kuschel und Assmann zeigen Veränderungen die nicht immer dem Wohle der Menschen dienlich zu sein scheinen. Und gerade weil dem so ist, sagen beide Autoren: "Wir brauchen ein neues Finanzsystem, das Geld wieder auf seinen dienenden Charakter zurückführt."

Literaturfreunde werden von Karl - Josef Kuschel und Heinz - Dieter Assmann mithilfe der Literatur mitten in das Nachdenken um das liebe Geld hineingeholt!

Unbedingt empfehlenswert!

Gütersloher Verlagshaus, ISBN 978-3-579-06690-5, Preis 29, 99 Euro

Nach oben