Iris Johansen:  Blutspiele

Vor Jahren verschwand Eve Duncans siebenjährige Tochter. Das Verbrechen konnte nie aufgeklärt werden. Seit jener Zeit plagen Alpträume das Leben der Forensikerin. Ihr Lebensgefährte Ermittler Joe Quinn steht zu ihr und versucht sie zu schützen, denn plötzlich taucht Kevin Jelak auf und mordet . . .

"Er war ein Monster und hat mein Blut getrunken."

So behauptet es die ermordete Senatorentochter die von Jelak getötet wurde. Obwohl sie tot ist kann sie Quinn wertvolle Hinweise liefern, denn der Ermittler verfügt über übersinnliche Fähigkeiten, die ihm selbst nicht geheuer sind.

Eve Duncan und ihre Adoptivtochter Jane finden in der Wohnung einen Kelch mit Blut. Was sie sofort ahnten, bestätigt sich nach der Laboruntersuchung, es handelt sich um das Blut eines Menschen.

"Es geht um Blut. Das ist für Jelak immer das Wichtigste."

Der Serienmörder trinkt das Blut. Er bildet sich ein, ein Vampir zu sein. Auch in Italien hat er bereits gemordet. Aber jetzt ist er nach Amerika zurückgekehrt. Seit Tagen schon beobachtet er das Haus von Eve Duncan. Niemand ahnt etwas. Ob er auch der Mörder von Bonnie ist?

Jane geht mit ihrer Freundin aus. Jelek verfolgt sie, er braucht frisches Blut. Aber er bekommt sie nicht, der Polizeischutz hat funktioniert. Dafür holt sich Jelek ein anderes Mädchen. Immer wieder tötet er seine Opfer nach dem gleichen Schema.

"Er bevorzugte die Kraft seiner Muskeln und den sauberen Schnitt seines Messers, um sich sein Geschenk zu holen."

Die in Georgia lebende Iris Johansen hat einen Thriller vorgelegt, der einem beim Lesen das Blut in den Adern stocken lässt. Mit ihren klaren, schnörkellosen Beschreibungen nimmt sie den Leser mitten in die Handlung hinein.

Eve Duncan und Joe Quinn erhalten unverhofft Hilfe bei der Jagd auf Jelek. Es wird ein rasantes Spiel um die Zeit.

"Mir ist durchaus bewusst, dass da draußen mehr ist, als wir sehen oder ertasten können."

 

List, ISBN 978-3-471-35049-2, Preis 19, 99 Euro

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