Friederike Waller (Hg.):  Alles ist nur Übergang

Solang wir leben verlieren wir Freunde und Verwandte an ihn und eines Tages steht er selbst vor uns - der Sensenmann.

Mehrere Auflagen hat dieses Buch bereits erlebt, dies zeigt wie notwendig die literarische Aufarbeitung des Themas Sterben und Tod ist.

Bei näherer Erkundung des Buchinhaltes wird langsam klar welch ungeheuer reiche Fundgrube dieses Buch darstellt. Texte die fast 4000 Jahre alt sind, wie Gilgamesch, treffen hier auf moderne Texte, wie zum Beispiel Christa Wolfs Kassandra.

Für den Tod haben Autoren zu allen Zeiten versucht Bilder zu schaffen. Wie stellt man etwas so einmaliges, Leben beendendes dar? Vergleiche bieten sich an, sind spannend zu lesen und lassen einmal mehr erahnen wie andere mit diesem Thema umgehen. Die Palette ist da sehr breit gefächert. Manche sehen dem Tod ängstlich entgegen, andere sehen eine Art Befreiung in ihm.

In diesem Buch nähern sich die Autoren unter philosophisch - religiösen Aspekten dem Thema, sehr deutlich nehmen sie immer wieder aufs neue die Ängste und Befindlichkeiten des Lesers auf. Sie können sicher nicht alle Fragen beantworten, aber sie können beitragen über ein Thema nachzudenken, dem man eigentlich immer lieber ausweicht.

Für mich ist diese breit angelegte Anthologie kein Buch zum einfach so durchlesen, vielmehr ist es ein Buch zu dem ich immer wieder zurückkehre - solang Gott will und ich lebe!

Klöpfer & Meyer, ISBN 978-3-86351-019-0, Preis 25, 00 Euro

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